Entschlossen unentschlossen

McDonald’s Ausbildungsstudie 2015

So lässt sich der aktuelle Gefühlszustand der Jugend in Deutschland zusammenfassen, wenn es um ihre berufliche Zukunft geht. Im Gegensatz zu fast allen anderen europäischen Ländern sieht die junge Generation sich hier in einem Land der ungeahnten Möglichkeiten – ja, beinahe in einem Land der zu vielen Möglichkeiten. Studium oder Ausbildung, dual oder traditionell, Bachelor oder auch noch Master, nach der Schule erst mal chillen oder jobben. Es stehen unzählige Optionen zur Verfügung und die Entscheidungsnot ist groß.

Großer Zukunftsoptimismus

Aufstiegsorientierung

Gleichzeitig blicken die Jugendlichen mit großem Optimismus in die Zukunft und setzen enormes Vertrauen in die eigene Leistung. Die zweite McDonald’s Ausbildungsstudie befragte insgesamt 1.674 Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren nach ihren Wünschen und Befürchtungen.

Wie schon zwei Jahre zuvor, zeichnet sich Chancenreichtum und Lebenszufriedenheit unter den jungen Menschen ab, beides hat in den vergangenen zwei Jahren sogar noch zugenommen. Ein erfreulich positives Ergebnis ist auch der überdurchschnittlich große Aufstiegsoptimismus bei jungen Migranten. Sie sind überzeugt, mehr zu erreichen als ihre Eltern, und zwar in deutlich höherem Maße als dies die gesamte Menge der Befragten glaubt.

Druck ja – Last nein

Jugendliche und junge Erwachsene verspüren hohen Leistungsdruck in ihrer eigenen Situation, empfinden dies jedoch nicht als große Last. Wobei die Gruppe derer, die leistungssteigernde Medikamente verwenden, keine Ausnahme mehr darstellt. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass leistungssteigernde Medikamente bei Schülern, Studenten, Azubis und jungen Berufstätigen zunehmend salonfähig werden.

Interessant ist auch die Antwort auf die Präferenz für G8 oder G9: Die überwältigende Mehrheit wünscht sich die neun-jährige Gymnasialzeit zurück. Von Schule und Lehrern erwarten sich Schüler und ehemalige Schüler auch mehr Hilfestellung bei der Orientierung durch den Dschungel der beruflichen Möglichkeiten. Die Informationsmenge ist zu groß, um sich als Jugendlicher alleine durchnavigieren zu können.

Wunschvorstellungen von der Berufswelt

Spaß und Sicherheit rangieren vor Erfolg, nette Kollegen und gutes Klima werden hochgeschätzt und Karriere ist nicht mehr unter den wichtigsten Merkmalen eines beruflichen Lebensweges.
Jugendliche erwarten von den Unternehmen die Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz, eine freie Tätigkeit scheint hingegen nicht besonders erstrebenswert zu sein.

Jedoch wird die Sicherheit nicht mit entsprechender Loyalität beantwortet. Nur rund jeder dritte Auszubildende fühlt sich seinem Arbeitgeber sehr verbunden.

McDonald's Ausbildungsstudie

Insgesamt lässt sich ein sehr positives Fazit über den Zustand der jungen Generation in Deutschland ziehen. Selbst die sogenannten Statusfatalisten, also jene, die nicht daran glauben aus ihrer schlechten sozialen Situation herauszukommen, hat sich weiter und zwar signifikant verringert.

Von der Generation X, der sogenannten Nullbockgeneration zur suchenden und sondierenden Generation Y mit vielfältigen Lebensläufen – es ist unvermeidlich, dass Ausbildungsunternehmen auf den Generationenwandel reagieren.
Für McDonald‘s als Ausbilder und Arbeitgeber gibt die Studie wertvolle Hinweise. Als Unternehmen müssen wir auf die Bedürfnisse der jungen Menschen noch besser eingehen. Nur wenn Unternehmen die Einstellungen und Erwartungen der Schüler, Auszubildenden, Studenten und Berufsanfänger kennen und einordnen, können HR-Aktivitäten, Weiterbildungsangebote und Recruiting-Maßnahmen an deren Bedürfnissen ausgerichtet werden.

Unsere Gastautorin

Christiane Wörle
Christiane Wörle ist als Senior Manager in der Abteilung Corporate Affairs verantwortlich für die Arbeitgeberkommunikation
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