Die Ausbildungsstudie 2017

Die dritte Ausbildungsstudie von McDonald’s ist veröffentlicht und bietet neue Einblicke in die Erwartungen und Wünsche, aber auch Ängste und Sorgen, der 14 bis 24-jährigen jungen Menschen in Deutschland an ihre Zukunft. Dabei wurden 1.564 mündlich-persönliche Interviews im Frühsommer 2017 durchgeführt. Diese Ergebnisse sind repräsentativ für 8,34 Millionen deutschsprachige Personen in Deutschland.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen befinden sich in verschiedenen Stadien des Übergangs von der Schule in den Beruf: Junge Menschen, die vor der beruflichen Auswahlphase stehen, genauso wie junge Menschen, die sich derzeit in einer Ausbildung befinden oder gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben und im Beruf stehen.

 

Mehr Zutrauen auf die eigene Leistung und den Aufstieg

Die junge Generation nimmt die positive Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht zum Anlass, ihren persönlichen Einsatzwillen einzuschränken und allein auf die gute Ausgangssituation zu vertrauen. 68% der Befragten sind dabei der Meinung, dass sich „Leistung lohnt“. Somit hat die junge Generation großes Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft und Leistungsfähigkeit. Zudem schätzen 55% der Befragten ihre Aufstiegschancen in Deutschland als „gut“ ein.

Die Zukunft der Arbeit: Digitalisierung als Chance

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und wird sich auf eine Veränderung der Arbeitswelt auswirken. Allerdings sieht die Mehrheit der Berufstätigen dem eher gelassen entgegen, auch weil sich die Mehrheit dem gewachsen sieht. Rund jeder zweite der unter 25-jährigen ist überzeugt, dass die Digitalisierung für die Gesellschaft in Deutschland mehr Vorteile mit sich bringt. Allerdings wird ständige Erreichbarkeit eher als kritisch angesehen.

Politik und Schulen in der Kritik: Was die junge Generation von der Bildungspolitik erwartet

Knapp jeder zweite 14 bis 24-Jährige sieht die Interessen ihrer eigenen Generation als unzureichend berücksichtigt. Dabei ist die Wahlabsicht von 2013 mit 80% auf 71% in diesem Jahr gesunken. Die Befragten wurden zu ihren Prioritäten in der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik befragt. Dabei antworteten 73%, dass die Lehrpläne stärker auf das, was man im Alltag und Beruf braucht, ausgerichtet werden sollen und 61%, dass dafür gesorgt werden soll, dass jeder – unabhängig von Herkunft oder Geschlecht- die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben soll. Auch für die Vorbereitung auf das Berufsleben in der Schule gibt es viel Kritik.

In einer komplexen Welt: Der Wertekanon ändert sich

Als Einstieg wurden die jungen Menschen nach ihren Prioritäten im Leben gefragt. Dazu zählen soziale Beziehungen, Gesundheit, eine erfüllende Arbeit, wie auch Freiräume zur Selbstverwirklichung. 73% der Befragten haben geantwortet, dass ihnen „Gute Freunde haben“ wichtig ist im Leben. 69% erachten „Gesundheit“ als besonders wichtig und 61% die „Familie“. Lediglich 18% finden es wichtig, „sich viel leisten zu können“.

Die Ängste und Sorgen orientieren sich auch daran, was der jungen Generation wichtig ist. Dabei machen sich 65% der Befragten Sorgen, dass „ihrem Partner, Eltern oder anderen engen Familienangehörigen etwas zustößt“ und 50% dass sie „schwer erkranken“. 72% der Befragten haben zudem Angst, dass der Terrorismus weltweit zunimmt.

Große Erwartungen an das Berufsleben

Die junge Generation hat hohe Erwartungen und Hoffnungen an den Übergang von Schule ins Berufsleben. 72% der Befragten ist besonders wichtig, dass sie einen Job ausüben, der besonders Spaß macht. 63% erwarten einen sicheren Arbeitsplatz. 53% erwarten einen Beruf, der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Fast jeder zweite möchte sich bei seiner Berufswahl nicht gleich entscheiden, sondern erstmal ausprobieren. Allerdings gibt es viel Kritik der jungen Generation an einer aus ihrer Sicht mangelhaften Vorbereitung in der Schule auf das Berufsleben.

Chancenland Deutschland – Gestiegener Zukunftsoptimismus

Genauso, wie in der vorangegangenen McDonald’s Ausbildungsstudie von 2015 wurde deutlich, dass die junge Generation ihre beruflichen Aussichten als äußerst positiv bewerten. Dies wirkt sich auch positiv auf die Lebenszufriedenheit der jungen Generation aus. Bei der Frage, „Wie zufrieden mit Ihrem Leben sind Sie“ antworteten die Befragen durchschnittlich mit einer 7.5, wobei 10 „sehr zufrieden“ ist. Seit der ersten Studie im Jahr 2013 ist der Zukunftsoptimismus von 71% auf 77% gestiegen.

Die Informationsquellen der Berufsanfänger – und wem sie vertrauen

In der heutigen globalen Welt gibt es eine Vielzahl an Optionen und Möglichkeiten, was es der jungen Generation schwer macht, sich für den richtigen Berufs-oder Ausbildungsweg zu entscheiden. Gerade Schüler sehen es als Pflicht der Schulen, mehr Unterstützungsleistung bei der Ausbildungs- und Berufswahl anzubieten. 60% der Schüler machen Praktika in Unternehmen, um ihre Erfahrungen für ihre Berufswahl zu nutzen. Wichtige Informationsquelle bleiben aber nach wie vor die Eltern.

Und nach der Schule? Zum Beispiel ins Ausland, am liebsten in die USA

Jeder vierte Schüler ist nach der Schule ohne konkrete Vorstellung über seine Zukunft. 37% der Schüler planen nach der Schule an eine Universität oder Fachhochschule zu gehen, nur 9% eine duale Ausbildung zu beginnen. Für 55% der Befragten käme ein Auslandsaufenthalt in Frage. 33% der Befragten würden gerne in die USA, 30% nach Kanada und 29% nach Australien oder Neuseeland.

Gute Stimmung auf dem Arbeitsmarkt, aber: It’s a man’s world

Ein positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich weiterhin positiv auf die Beschäftigten aus. Dabei herrscht große Zufriedenheit der Auszubildenden mit ihrem Ausbildungsplatz und auch junge Berufstätige sind weit überwiegend zufrieden mit ihrer Arbeit. Allerdings gibt es nach Ansicht der Befragten keine Chancengleichheit in der Bewerberauswahl. Junge Frauen glauben, dass junge Männer bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden.

 

Um die detaillierten Ergebnisse der Ausbildungsstudie zu lesen, bitte hier klicken: Ausbildungsstudie 2017

 

 

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