Globale Wertschöpfungsketten auf dem Prüfstand. Woher kommen unsere Rohwaren?

Im Zuge der COVID-19 Krise ist es in vielen Unternehmen zu Engpässen entlang der Wertschöpfungsketten gekommen. Apple hat den Start des neuen iPhone-Modells verschoben, und berichtet von drohenden Lieferengpässen. Auch die deutschen Autohersteller klagen über Probleme bei der Beschaffung von essentiellen Bauteilen. Als prägendstes Beispiel wird uns allen allerdings die anfängliche Unterversorgung mit Mund-Nasen-Schutz Masken und Desinfektionsmittel in Deutschland in Erinnerung bleiben. 

Reshoring 

Im Fokus stehen momentan die stark globalisierten Wertschöpfungsketten, die unsere moderne Wirtschaft ausmachen. Diese erwiesen sich in der COVID-19 Krise mit der globalen Arbeitsteilung und Just-in-time Produktion als äußerst labil. So sind Warenströme durch protektionistische Maßnahmen einzelner Länder sowie durch Aussetzungen von Produktionen zum Erliegen gekommen. Die Folge waren Lieferengpässe und -ausfälle.  

Vor allem in den Wirtschaftssektoren Chemie, Computer und Elektronik ist die deutsche Wirtschaft von Importen abhängig. Im Zuge dessen denken viele Produzenten und Unternehmen nun über „Reshoring“, also die Zurückverlegung von Produktionen in den heimischen Markt und regionale Zulieferer nach.  

Kommt jetzt die Deglobalisierung?  

Könnten regionale Wertschöpfungs- und Versorgungsketten ein Revival erleben? Wird die Globalisierung nun zurückgedreht? Werden Lieferketten und damit Transportwege verkürzt und könnte sich hieraus eine Möglichkeit ergeben, Wertschöpfungsketten nachhaltiger zu gestalten? 

Experten gehen davon aus, dass Unternehmen in der Zukunft um eine Diversifizierung ihrer Lieferanten bemüht sein werden, um krisenbedingten Ausfällen besser vorbeugen zu können. Eine Regionalisierung der Produktion könnte die Folge sein.  

Herkunftsquoten von Rohwaren bei McDonald’s Deutschland  

Auch bei McDonald’s Deutschland mussten wir während der Krise einige Warenströme umleiten und uns den Gegebenheiten anpassen. So haben wir Rohwaren aus Ländern, in denen Restaurants komplett schließen mussten, für den deutschen Markt übernommen, um Food Waste zu vermeiden. Allerdings haben sich unsere Lieferketten über die Krise hinweg als äußerst widerstandsfähig und flexibel erwiesen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass insgesamt 60 % der Rohwaren in Deutschland und 37 % in Europa generiert werden.  

Beispielsweise kommen 97 % der verwendeten Milch für unsere Shakes und Kaffeespezialitäten aus der deutschen Landwirtschaft. Ebenso kommen 93 % des Rindfleischs und 99 % des Schweinefleischs für unsere Burger aus Deutschland. Lediglich 3%* unserer gesamten Rohwaren werden aus Ländern außerhalb von Europa bezogen. Mehr Informationen über die Herkunft der bei uns eingesetzten Rohwaren findet ihr in unserem Nachhaltigkeitsbericht.  

*Daten aus Geschäftsjahr 2018   

Was ist eure Meinung? Welchen Stellenwert hat Regionalität bei eurem Einkaufverhalten? Schreibt es uns in die Kommentare!

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Team

Change M ist ein Team mit einem gemeinsamen Ziel: Wir arbeiten daran, McDonald’s Deutschland nachhaltiger zu machen.

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