Der Burger Patty der Zukunft. Teil II: Was haltet ihr vom Insektenburger?

Insekten gelten schon lange als eine Möglichkeit, die wachsende Erdbevölkerung mit ihrem steigenden Bedarf nach Fleisch zu versorgen. Vor allem im asiatischen Raum wird im Zuge der sukzessiven Wohlstands- und Einkommenssteigerungen, sowie der rasanten Urbanisierung, der Bedarf nach tierischen Proteinen in den nächsten Jahren enorm steigen. Da die konventionelle Tierhaltung durch den Ausstoß von Treibhausgasen negative Auswirkungen auf den Klimahaushalt unserer Erde hat, sowie die Produktion an Futtermitteln enorme Ressourcen beansprucht, wird die Suche nach alternativen Proteinquellen immer dringender. Hier könnte die kommerzielle Herstellung von Insekten als alternative Proteinquelle in der menschlichen Ernährung eine entscheidende Rolle spielen.

Der Verzehr von Insekten in Asien und Afrika ist beispielsweise schon immer gang und gäbe. Ungefähr 1.900 verschiedene Spezies sind heutzutage auf den Tellern unserer Welt zu finden. Doch welche Perspektiven bietet der Einsatz von Insekten in der menschlichen Ernährung und haben die Produkte auch in der westlichen Bevölkerung eine ausreichende Akzeptanz?

Insekten haben bessere Futterverwertung

Die Haltung von Insekten hat einige Vorteile gegenüber der Haltung anderer konventioneller Nutztiere vorzuweisen. So wird für die Produktion deutlich weniger Platz und Ressourcen benötigt als beispielsweise in der Rinderhaltung. Diese sind angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen gewichtige Argumente. 

Weiter benötigen Insekten weniger Futter, um dieselbe Menge für den menschlichen Verzehr nutzbaren Proteins herzustellen. Dies ist auf die deutlich bessere Futterverwertung von Insekten zurückzuführen. Denn im Unterschied zu den Warmblütern gehören Insekten zu den wechselwarmen Tieren, welche ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen. Während Warmblüter ständig bemüht sind die Körpertemperatur auf einem konstanten Level zu halten, verbrauchen Insekten hierfür keine Energie.

Nährstoffgehalt

Aufgrund der vielen verschiedenen Spezies, die zur Nutzung in der humanen Versorgung zur Verfügung stehen, sind generelle Aussagen schwierig. Allerdings lassen sich bestimmte Insektengruppen mit hohen Anteilen an essentiellen Aminosäuren, wie Lysin, Threonin und Methionin finden. Auch sind einige Spezies reich an Mikronährstoffen wie Zink und Eisen. Dies ist besonders erwähnenswert, da viele Menschen in Entwicklungsländern unter einer akuten Unterversorgung an Zink und Eisen leiden. In diesen Gebieten zeigt der kommerzielle Einsatz von Insekten als Nahrungsmittel deswegen ein außerordentliches Potential.

Akzeptanz in der Bevölkerung?

Doch obwohl Insekten einige Vorteile aufweisen, haben sie bis heute noch keinen Einzug in die westliche Ernährung gefunden. Der Mensch ist und bleibt nun mal ein Gewohnheitstier. Alles, was sich als gut erweist, wird auch gern wiederholt.  Und so greift kaum einer zu den für uns unappetitlich anmutenden Würmern, Raupen oder Grillen. Ergo, was man nicht kennt, isst man auch nicht.

Doch Gewohnheiten können sich ändern. Denken wir beispielsweise an den Einzug der Sushi Bars und Restaurants in unsere Innenstädte. Ernährung ist heutzutage mehr und mehr Trendfrage und Ausdruck eines Lebensgefühls. Essgewohnheiten unterliegen damit einer höheren Fluktuation als früher. Eine Möglichkeit, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, ist beispielsweise die Umwandlung der in unseren Augen unappetitlichen Insekten in konventionelle Formen wie Hot Dogs, Fischstäbchen oder eben Burger Patties. Diese Produkte sind auch teilweise schon im Handel oder Online-Shops zu finden.    

Fazit:

Ich für meinen Teil tue mich auch schwer Insekten in ihrer ursprünglichen Form und Konsistenz zu mir zu nehmen. Sei es gekocht oder gebraten. Verarbeitet, zum Burger Patty geformt und in einen Burger mit leckeren Soßen, könnte ich mich aber durchaus damit anfreunden. Ob McDonald’s irgendwann auch einen Patty aus Insekten im Angebot haben wird? Man darf gespannt sein…

Und jetzt seid ihr dran! Nehmt gerne an unserer Umfrage teil und schaut wie unsere Leserschaft abgestimmt hat!

Was hälst du vom Insektenburger? Würdest du einen probieren?
Artikel teilen

Weitere Artikel

Kommentieren


Maximale Bildgröße: 1 MB
Erlaubte Bildformate: jpg, jpeg, gif, png


*Pflichtangabe