Podcast: Richtig guter Kaffee – Du bist, was Du trinkst! Wirklich? Wie geht es mit unserem Lieblingsgetränk weiter?

Wer liebt sie denn nicht? Die heiße, dampfende Tasse Kaffee am Morgen, am Mittag oder – ja eigentlich egal wann. Viele können von ihm gar nicht genug kriegen, in Deutschland trinken wir pro Kopf sogar mehr Kaffee als Mineralwasser pro Jahr. Auf der anderen Seite ist der Coffee-To-Go-Becher der Dorn im Auge eines jeden, dem etwas an der Umwelt liegt. Auch für uns bei McDonald’s ist Kaffee ein wichtiges Thema – so wichtig, dass wir ihm eine ganze Folge von „Zum Hierhören oder Mitnehmen? Der Podcast zur Gastronomie der Zukunft“ gewidmet haben. Es geht darin um Gütesiegel für mehr Transparenz, findige Ideen gegen unnötigen Müll und sogar ein bisschen Psychologie.

Gütesiegel und ihre Aufgabe

Die Rainforest Alliance setzt sich weltweit für Landwirtschaft, Klima und Menschenrechte ein. Dabei kümmert sie sich beispielsweise darum, die Anbaubedingungen vor Ort zu verbessern und eine faire Bezahlung für Landwirt:innen zu gewährleisten. Michael Spandern leitet die Aktivitäten der Rainforest Alliance im deutschsprachigen Raum. Mit unserer Morderatorin Brigitte Theile spricht er in der Podcast-Folge über das Wirken der Organisation und den „Siegel-Dschungel“, dem man in Supermärkten begegnet und bei dem nicht immer direkt klar ist, was wofür wirklich gut ist. Seiner Meinung nach treten wir heutzutage eher als „mündige Bürger“ auf statt als passive Verbraucher, die durch bewusstes Kaufverhalten etwas bewegen wollen. Denn ein kritisches Hinterfragen der Bedeutung von Siegeln – wie auch dem der Rainforest Alliance – zwingt die Organisationen dazu offenzulegen, was genau dahintersteckt. Ein sehr guter Mechanismus, wie Michael Spandern findet. Die Rainforest Alliance-Zertifizierung kennzeichnet z.B. Produkte, die die Zukunft für Mensch und Natur positiv beeinflussen.

Siegel der Rainforest Alliance (www.rainforest-alliance.org)

RECUP Becher-Pfandsystem

Der hohe Konsum von Kaffee verbunden mit der Beliebtheit von To-Go-Angeboten bringt ein riesiges Problem mit sich: die Nutzung von Einwegbechern, welche leider erhebliche Mengen an Müll produzieren, wenn sie nicht richtig entsorgt werden. Eine Lösung für dieses Problem sind Pfandsysteme für Mehrwegbecher. Regelmäßige Leser:innen dieses Blogs wissen jetzt bereits worum es geht, denn über die Funktionsweise von RECUP  haben wir in der Vergangenheit schon häufiger berichtet (z.B. hier oder hier). McDonald’s bietet das System bereits an einigen Standorten an: die Mehrwegbecher können gegen 1€ Pfand erworben und mitgenommen werden und nach Benutzung wieder in einem beliebigen teilnehmenden Partner-Unternehmen (auch andere als McDonald’s) zurückgegeben werden. Die Becher werden dann gründlich gespült und wieder in den Kreislauf gegeben – so wird bei jedem von mindestens 1.000 Verwendungszyklen ein Pappbecher eingespart, wie Fabian Eckert, Geschäftsführer von RECUP, in unserer Podcast-Folge erklärt. Auch Essen kann mittlerweile auf diesem Weg mit der REBOWL erworben werden. Gerade vor dem Hintergrund der gesetzlichen Mehrwegpflicht, die es ab 2023 in Deutschland geben wird, sind Projekte wie dieses äußerst spannend und vielversprechend.

Die RECUPs (www.recup.de)

Tim Hendrikx ist McDonald’s Franchise-Nehmer und bietet RECUP in all seinen 12 Restaurants in und um Augsburg an. Auch er berichtet im Podcast von seinen Erfahrungen. Das größte Problem mit dem System ist demnach bislang noch das fehlende Wissen darüber aufseiten der Gäste. Deswegen versucht er den Besucher:innen seiner Restaurants das System jeden Tag näherzubringen und schmackhaft zu machen.

Übrigens: Eine andere Möglichkeit, dem Verpackungsmüll durch Einwegbecher entgegenzuwirken, wurde gemeinsam mit der Werbeagentur creart und Partner:innen entwickelt: durch ein neuartiges Upcycling-Verfahren kann aus den Bechern hochwertiges graphisches Papier hergestellt werden. In einem Pilotprojekt konnten wir so bereits unser letztes Nachhaltigkeitsupdate auf ein Recyclingpapier aus den gebrauchten McDonald’s Bechern aus unseren Restaurants drucken. Wie das genau funktioniert, könnt ihr hier auf dem Blog nachlesen.

Kaffeegenuss aus psychologischer Sicht

Zu guter Letzt unterhält sich unsere Moderatorin mit Sozialpsychologin Christina Sagioglou darüber, was das Trinken von Kaffee eigentlich über uns aussagt. Sie hat sich in ihrer Forschung an der Universität Innsbruck u.a. mit der Frage auseinandergesetzt, wie bestimmte Vorlieben beim Kaffeekonsum mit dem Charakter eines Menschen zusammenhängen. Warum wir Kaffee trotz seines bitteren Geschmacks genießen und was das Trinken von schwarzem Kaffee mit antisozialen Tendenzen zu tun hat, erfahrt ihr in dieser Folge unseres Podcasts zur Gastronomie der Zukunft.

Direkt zur Folge gelangt ihr hier: McDonald’s Website, Spotify, Apple Podcasts, YouTube, Google Podcasts

Viel Spaß beim Hören!

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